Warum Busia ? - by Adah Doebele

 Die ganze Geschichte mit dem Grundstück begann im Januar 2014. Ich hatte kein Interesse
es mir auch nur anzuschauen und verliess mich auf meine Mutter, die von der Bezahlung
bis zur Besitzurkunde alles regelte. Ich war nicht an einem Grundstück auf dem Land inter-
essiert und schon gar nicht in einem Dorf nur 9km von meinem Geburtsort entfernt. Sogar
die Leute aus den anderen Dörfern nannten diesen Ort "das Dorf der Dummköpfe".
Ich hatte meine eigenen "perfekten" Pläne. Die jüngeren Kinder waren jetzt alle in der Ober-
stufe der Schule. Ich war mir sicher, wir würden ein Grundstück in der Nähe von Nairobi be-
kommen. Dort bekam man alles was man unbedingt brauchte. Und auch in Deutschland,
wo mein Ehemann her ist, könnten wir leben. Die Kinder wären dann ja alle schon beim
studieren.   
Ich war deshalb, nach dem Kauf des Grundstücks auch nicht daran interessiert, dort irgend
etwas zu errichten. Aber Mutter liess nicht locker. Nachdem sie mich dazu gebracht hatte,
einen Zaun um das Stück Land zu errichten, drängte sie jetzt ich solle ein kleines Haus bauen,
damit dort jemand der auf das Land aufpasst, wohnen kann. Ich versuchte mich mit dem Ar-
gument, ich hätte kein Geld dafür herauszureden aber Mutter borgte sich einfach das Bau-
material das benötigt wurde um ein provisorisches 2-Zimmer Haus zu errichten.
Zwei Jahre später gab mir der Herr den unüberwindbaren Wunsch nach Hause zu ziehen.
Ich erweiterte dann das Haus um 2 weitere Zimmer.
Etwas später hatte ich in der Nacht eine Vision. Ein großer, feuriger Kopf eines Löwen flog
vom südlichen zum nördlichen Ende des Grundstücks. Dort drehte er um und Feuer kam
aus seinem Maul. Als das Feuer den Boden erreichte, verwandelte es sich in Bäche mit kla-
rem Wasser. Das passierte mehrmals und ja, der Platz ist gesegnet mit reichlich Wasser.
Es gibt jetzt grünes Gras überall. Das ist bemerkenswert, da das Grundstück erhöht liegt,
und steinig ist, so daß das Wasser schnell abläuft. Jeder der an diesem Platz arbeitet, tut
das mit Freude und Überzeugung.
Zwei Jahre später erinnerte mich der Herr an eine Vision die ich schon über 30 Jahre vorher
hatte. Ein Onkel der bereits verstorben war, als ich geboren wurde oder gleich nach meiner
Geburt starb, kam zu unserem Haus und fragte nach meiner Mutter. Aber sie war nicht da.
Er stellte sich mir vor und sagte mein Bruder der in Russland studiert hatte, sei zurückge-
kommen. Tatsächlich kam mein Bruder am nächsten Abend unangemeldet nach Hause.
Der Onkel bat mich dann mitzukommen. Er wolle mir die Blumen zeigen "die gepflanzt
werden dort wo Er ist". Sie waren weiss und ich hatte solche vorher noch nie gesehen. Als
mich der Herr letztes Jahr an diese Vision erinnerte, wurde mir klar, daß der Blumengarten
den mir mein Onkel zeigte das Adornment Sanctuary ist. Die weissen Blumen waren die
Bougainvillas. Als ich nach Hause umzog, hatte ich welche in Nairobi gesehen und gekauft.
Sie wachsen jetzt bei uns am Zaum, wie es mir mein Onkel gezeigt hatte.
"Du führst, Herr meine Sache und erlöst mein Leben". Klagelieder 3:58